Gastbeitrag: Gegenüberstellung Optionen versus Optionsscheine

Gastbetrag von: Christian Schwarzkopf von Optionsuniversum

Dieser Beitrag stammt von “Optionsuniversum“, einem Anbieter für Webinare, Trainings und Strategien für einen nachhaltig profitablen Optionshandel. Der Post wurde von mir ohne finanzielle Gegenleistung veröffentlicht und enthält keine Affiliate-Links. Mein Blog steht für Authentizität und Qualität. Daher veröffentliche ich diesen Gastbeitrag nur, weil ich der Meinung bin, dass dieser meinen Lesern einen echten Mehrwert bietet. Viel Spaß beim Lesen!

Durchschnittliche Grundhaltung zu Optionen

Woran denken Sie beim Thema „Option“? Eine kleine (statistisch nicht relevante) Umfrage im Freundeskreis des Autors hat diese Antworten (in absteigender Häufigkeit) ergeben:

  1. Kenne ich! Der Fußballverein XY hat eine Option gezogen, den Vertrag mit seinem erfolgreichen Stürmer zu verlängern.
  2. Ach ja, Optionsscheine, habe ich auch mal gekauft und viel Geld damit verloren.
  3. Binäre Optionen? Davon habe ich gehört. Das ist doch Betrug!

Nicht einer der Befragten hat eine Antwort geliefert, die dem entspricht, woran wir von Optionsuniversum denken, wenn wir „Option“ hören. Nämlich an ein seriöses, unglaublich vielseitiges, transparentes Finanzprodukt, das zurecht zu der Königsklasse der Finanzmärkte gehört und das – richtig angewendet – dem Optionshändler einen statistischen Vorteil gegenüber allen anderen Marktteilnehmern ermöglicht und damit für stetige Renditen in unseren Portfolios sorgt.

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Abgrenzung zwischen Optionen, Optionsscheinen und binären Optionen

Aber kommen wir zunächst zu der klaren Abgrenzung gegenüber Optionsscheinen und binären Optionen, die beide überhaupt nicht vergleichbar sind mit „echten“ Optionen. Gemein haben alle drei Produkte, dass sie dem Käufer ein Recht einräumen und dem Verkäufer eine Verpflichtung auferlegen.

Der Käufer einer Option erhält beispielsweise das Recht, die Daimler-Aktie zu einem Preis von 60 Euro zu kaufen. Er wird von seinem Recht natürlich nur Gebrauch machen, wenn die Daimler-Aktie während der Gültigkeit seines Rechtes über 60 Euro steigt, ansonsten ist es für ihn wirtschaftlicher, das Recht verfallen zu lassen. Je höher die Aktie also steigt, desto mehr ist das Recht also wert.

Bei binären Optionen ist es allerdings ein bisschen anders: tritt das vorher definierte Ereignis (Daimler steigt über 60 Euro) ein, erhält der Käufer einen festgelegten Betrag, ansonsten verliert er seinen Kaufpreis. Hier spielt es also keine Rolle, wie weit die Daimler-Aktie steigt.

Die „Gretchenfrage“ ist nun, wieviel der Käufer solcher Finanzprodukte für das jeweilige Recht zahlen muss. Nur dann kann man beurteilen, ob das ein faires Geschäft ist oder ob entweder der Käufer oder der Verkäufer übervorteilt wird.

Des Weiteren muss man unbedingt beachten, mit wem man handelt. Als Käufer ist es natürlich eminent wichtig, dass mein Handelspartner die zugesagte Verpflichtung auch tatsächlich erfüllen wird können. Und damit kommen wir zu den grundlegenden Unterschieden zwischen den genannten Finanzprodukten.

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Unterschiede bei der Preisbildung

Sowohl bei Optionsscheinen als auch binären Optionen legt der Verkäufer (Emittent) des Finanzproduktes fest, was der Käufer für das Recht zu zahlen hat. Da der Verkäufer ja Geld verdienen möchte, wird dieser natürlich auf den fairen Preis seine Gewinnspanne aufschlagen.

Das ist an sich nichts Ehrenrühriges, jeder Supermarktbetreiber macht es ebenso. Nur ist es bei der Milch, die der Kunde im Supermarkt kauft, so, dass der Wettbewerb unter den Anbietern verhindert, dass einzelne Händler zu hohe Preise aufrufen. Die Preise sind transparent und vergleichbar.

Aber was ist der faire Preis für einen Optionsschein oder eine binäre Option? Das ist zwar theoretisch ermittelbar, aber mit Dreisatz und Prozentrechnung lässt sich hier nicht viel ausrichten. Da weder Optionsscheine noch binäre Optionen standardisierte Produkte sind, sind die Preise untereinander auch nicht vergleichbar, so dass ein Käufer keinen Orientierungspunkt hat, um beurteilen zu können, ob der Preis „noch im Rahmen ist“ oder nicht.

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Der Käufer muss also darauf vertrauen, dass er nicht „über den Tisch gezogen wird“. Optionen dagegen sind standardisierte Finanzprodukte, die an einer ordentlichen Börse gehandelt werden. Der Preis kommt durch Angebot und Nachfrage zustande, vergleichbar mit der Preisbildung bei Aktien.

Eine Börsenaufsicht wacht über diesen Prozess und da sowohl auf der Käufer- als auch auf der Verkäuferseite jede Menge Teilnehmer bei der Preisbildung involviert sind, gibt es auch nicht wie bei Optionsscheinen oder binären Optionen eine einzelne Partei, die den Preis nach ihrem Gutdünken festsetzen kann.

Wesentlicher Unterschied auch beim Ausstieg

Was auf den ersten Blick vielleicht auch noch nicht als so dramatisch erscheint (der Käufer wird ja nicht gezwungen, den Handel zu machen), kann sich später als echtes Problem entpuppen. Nämlich dann, wenn der Käufer das Geschäft wieder beenden möchte.

Bleiben wir bei dem Daimler-Beispiel und nehmen an, dass die Aktie tatsächlich gestiegen ist, so dass das gekaufte Recht mehr wert geworden sein muss. Will man jetzt seinen vermeintlichen Gewinn realisieren, ist man darauf angewiesen, dass man zu einem einigermaßen fairen Preis aussteigen kann. Wenn der Emittent den aber gerade nicht bietet, ist man „angeschmiert“.

Da es bei Optionen dagegen eben nicht den einen Emittenten oder Verkäufer gibt, sondern wie bei Aktien auch jede Menge Handelsteilnehmer, verläuft die Preisbildung fair.

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Weiterer Unterschied: Kontrahentenrisiko

Der zweite – keinesfalls zu unterschätzende – „Pferdefuß“ beim Handel mit einem Emittenten ist das sogenannte Kontrahentenrisiko.

Ein gutes Beispiel ist hierfür die Lehman-Pleite in 2008. Hier haben alle Käufer von Optionsscheinen und anderen exotischen Finanzprodukten, bei denen Lehman der Handelspartner war, ihr Geld komplett verloren, weil der Geschäftspartner einfach über Nacht verschwunden war. Wir wollen alle nicht hoffen, dass wir in unserem Leben noch viele Bankenpleiten erleben, aber jedem ist natürlich klar, dass weitere Ausfälle von Banken alles andere als unmöglich sind.

Bei binären Optionen ist das im Übrigen noch verschärft, hier handelt man mit Unternehmen, die ihren Sitz irgendwo auf einer Karibikinsel haben, nicht der staatlichen Bankenaufsicht unterliegen und genauso schnell wieder verschwunden sind wie sie entstanden sind, wenn sie mal maßgebliche Beträge wieder auszahlen müssten.

Bei Optionen dagegen verlangt die Börse von jedem Marktteilnehmer eine seiner Verpflichtung entsprechende Sicherheitsleistung („Margin“). Diese dient zur Absicherung des Käufers. Ein Verlust durch den Ausfall des Kontrahenten ist also ausgeschlossen.

Prämien verdienen beim Verkauf von Optionen

Diese beiden Punkte (faire Preisbildung, Kontrahentenrisiko) wären schon für sich genommen ein gewichtiger Grund, Optionen gegenüber Optionsscheinen und binären Optionen vorzuziehen, aber es gibt noch einen Grund, und der ist der wichtigste überhaupt:

Bei Optionsscheine und binäre Optionen können Interessenten nur als Käufer in das Geschäft einsteigen, bei Optionen lässt sich der „Spieß umdrehen“ und ein Interessent kann als derjenige auftreten, der das Recht verkauft. Er übernimmt quasi die Position des Emittenten (Verkäufers) und erhält für die Verpflichtung, die er in diesem Moment übernimmt, die Prämie (den Kaufpreis der Option).

Das geht (aus gutem Grund) bei Optionsscheinen und binären Optionen nicht. Die Emittenten wissen natürlich, wie wirtschaftlich vorteilhaft ihre Position ist und bieten diese Möglichkeit nicht.

An der Börse kann sich der Interessent aussuchen, ob er eine Option kaufen oder verkaufen möchte (letzteres eben auch ohne sie vorher gekauft zu haben), so dass er anhand des Optionspreises entscheiden kann, welche Position das bessere Chance-/Risikoverhältnis bietet.

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Fazit

Zahlreiche Untersuchungen haben übrigens bewiesen, dass die Position des Verkäufers (an der Börse auch „Stillhalter“ genannt) grundsätzlich die deutlich vorteilhaftere ist, deshalb nehmen wir [Optionsuniversum] (fast) ausschließlich diese ein. Wir haben durch den Verkauf von Optionen regelmäßige Einnahmen.

Mit klaren Risiko- und Moneymanagementregeln verhindern wir, dass wir davon wieder zu viel zurückgeben müssen, wenn sich das Geschäft unvorteilhaft für uns entwickelt.

Optionshandel ist ein Handwerk, das zugegebenermaßen etwas „Hirnschmalz“ und Zeit kostet, um es zu erlernen, sich dann aber höchst profitabel betreiben lässt.

Ein großer Fehler wäre es allerdings, ohne weitere Vorkenntnisse im Optionshandel, einfach in den Markt einzusteigen. Denn der Anfänger ist im Optionshandel mehr oder weniger der „Goldfisch im Haifischbecken“. Viel besser ist es, selbst zum Haifisch zu werden und sich vor dem Start das notwendige Rüstzeug für den erfolgreichen Optionshandel anzueignen.

Wenn Dich das Thema Optionen interessiert, dann besuche gerne die Seite von Optionsuniversum. Auf ihrem Youtube-Kanal bekommst du außerdem weiteren kostenlosen Content.

Passende Bücher zum Beitrag:

Bildquellen: Sharon McCutcheon

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Zu “Denn der Anfänger ist im Optionshandel mehr oder weniger der Goldfisch im Haifischbecken”: Das liegt dann aber wohl daran, dass die Preise nicht “fair kalkuliert” sind.
    Das ist wie bei Buchmachern bei Fußballspielen. Die kalkulieren die Quoten auch so, dass – egal wie das Spiel ausgeht – die Einsätze der Verlierer immer höher sind als die Gewinne der Gewinner, so dass die Buchmacher selber immer einen Profit haben.

    Antworten
    • Hallo Rabi,

      genau da liegt einer der Unterschiede zwischen Optionsscheinen und Optionen:

      Bei Optionsscheinen kann der Emittent tatsächlich den Preis bestimmen, zu dem er den Optionsschein wieder zurück nimmt. Es gibt zwar einen “fairen Wert”, aber die Kalkulation ist kompliziert und nicht nachvollziehbar. Das ist – wie du sagst – wie bei den Buchmachern.

      Beim Optionshandel wird der Preis durch Angebot und Nachfrage bestimmt und der Broker verdient sein Geld durch den sogenannten Spread, also durch den Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Zusätzlich gibt es eine Transaktionsgebühr. Aber der Preis selbst kommt durch die Marktteilnehmer zustande.

      Man sollte dabei darauf achten, dass man keinen Broker auswählt, der gleichzeitig der Handelspartner ist. Dann wettet man quasi gegen den Broker.

      Beste Grüße
      Nico

      Antworten

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